Nathan Tate Davis (* 15. Februar 1937 in Kansas City) ist ein US-amerikanischer Musiker (Klarinette, Tenorsaxophon, Flöte) des Modern Jazz.
Carmell Jones gehörte bereits im Kindesalter zu den musikalischen Partnern von Davis. Nach einer Ausbildung auf dem Konservatorium und der University of Kansas ging er 1960 mit der US-Army nach Berlin. Er blieb bis 1969 in Europa, wo er lange Zeit in den Clubs von Paris u.a. mit
Kenny Clarke,
Eric Dolphy (
Last Recordings), Francy Boland,
Art Blakey,
Larry Young,
Eddy Louiss und
Elvin Jones auftrat, aber auch mit
Dusko Goykovich, Joe Haider oder Carmell Jones spielte. Er ergänzte seine Studien bei
André Hodeir. Seit 1969 lehrte er an der University of Pittsburgh. 1973 promovierte er über ein ethnomusikalisches Thema.
Davis ist seitdem zunehmend auch als Komponist in Erscheinung getreten, etwa mit seiner „Suite To Dr. Martin Luther King“ (1979). In Europa tourte er 1985 mit der
Paris Reunion Band (LP „French Cooking“) und der Band von
Nat Adderley. Später war er mit dem
All Star Saxophon Summit Roots unterwegs, dem zunächst auch
Arthur Blythe,
Chico Freeman und
Sam Rivers, später auch
Benny Golson und Odean Pope angehörten.